Mia-Sophie, 980g, 29. Schwangerschaftswoche

IMG_1340Ich erinnere mich noch ganz genau daran. Mittwochs stellte meine Frauenärztin eine Plazentainsuffizienz bei mir fest und wieß mich daraufhin direkt nach Tübingen in die Frauenklinik ein. Dort bestätigte sich der Verdacht und es war klar, Mia ist stark unterversorgt. Ziel war es, noch 48 Stunden zu gewinnen um mir die Lungenreifenspritzen zu geben, so dass Mia möglichst selbständig atmen konnte.

Freitags dann die zweite schlechte Nachricht, ich hatte das Hellp-Syndrom und meine Werte waren schon sehr schlecht.IMG_6306
Daraufhin ging es in den OP, Mia wurde geholt und wir beide jeweils auf die Intensivstation verlegt. Mia atmete selbständig, mit Unterstüzung des CPAP und bewieß von Tag zu Tag ihren starken Willen. Sie machte es gut, den CPAP konnte sie allerdings nicht leiden und schaffte es dann ganz bald ohne.
Nach einer Woche lernten wir beide uns kennen und lieben.

Knapp drei Monate verbrachten wir auf der Neonatologie. Neo 3, 2 und 1. Überall fühlten wir uns wunderbar versorgt und unterstüzt. Die OP, aufgrund beidseitiger Leistenbrüche, überstand sie mit ihren gerademal 2000g sehr gut.image1
Mia hatte zu Hause anfangs Schwierigkeiten mit dem Trinken und Verdauen.Sie wuchs nur sehr langsam und ist auch heute noch kein Schwergewicht. Häufige Infekte machen uns nach wie vor zu schaffen.

Klein, aber oho entwickelt sich unser Schatz- jetzt 2,5 Jahre alt- prima. Sie ist ein sehr fröhliches aufgewecktes Kind und wir sind sehr glückliche Eltern.

Marlene, SSW 29+4, 1030g, (HELLP)

itemid115-id10Es kam alles ganz anders – genau, dies ist noch immer mein Gedanke, wenn ich mich an die Zeit von damals zurück erinnere. Mehr als sechs Jahre ist es nun her, und aus diesem kleinen Kindchen ist ein wunderbares und fröhliches Mädchen geworden, das sich sehnlichst auf den Schulbeginn im Sommer freut.

Was drängt nach so langer Zeit auf´s „Papier“? Details vom Klinikaufenthalt sind verblaßt, allerdings mache ich noch immer einen „großen Bogen“ um die Neo 3. Die ersten Monate waren von großer Sorge um die Gesundheit und Entwicklung geprägt, gleichzeitig wuchs jedoch unser Vertrauen in unser Kind immer mehr. Marlene ist erst mit knapp zwei Jahren frei gelaufen, hat sich aber sonst völlig normal entwickelt. In ihrer sprachlichen und kognitiven Entwicklung war sie sogar eher oft ihrem Alter voraus.